Elektroniker-Azubis werden für die Zukunft des Wohnens geschult

Wie man ein Haus smart steuert:

Elektroniker-Azubis werden für die Zukunft des Wohnens geschult

Zwei Elektroniker-Klassen der Gewerbeschule Villingen-Schwenningen waren an zwei Tagen bei der Firma „Bürkle Lebensräume“ in Schwenningen zu Besuch, um sich dort zu Themen wie „smart home“, „smart grid“ und zu moderner Installationstechnik verschiedener Hersteller fortzubilden.

Diese ganztägige Schulung wurde vom Obermeister der Elektro-Innung, Michael Eichkorn, initiiert und dient dazu, dass die zukünftigen Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ihre Kunden kompetent zur neuesten Haustechnik beraten und diese installieren können. Für die Elektroniker-Lehrlinge der Gewerbeschule im dritten Lehrjahr, die mit ihren Lehrern Hubert Mauch, Frank Kieker, Melanie Hinze und Jürgen Kraft zu „Bürkle Lebensräume“ kamen, kam diese Schulung mit Blick auf die praktische Abschlussprüfung gerade zur rechten Zeit.

Ein Haus smart zu steuern, ist mehr als nur das Licht über das Handy anschalten zu können, was sicherlich von Manchem zwar als „nice to have“ und als technische Spielerei verstanden wird, aber nicht als indiskutabel notwendige technische Ausstattung: Smart home-Technik könnte zum Beispiel bedeuten, dass sich Kameras in den wichtigen Momenten anschalten, wenn man etwa aus der Ferne wissen möchte, ob gerade Freund oder Feind an der Haustür klingelt, oder auch, dass man gewisse Wartungsarbeiten an der Heizung vornehmen kann, ohne physisch anwesend zu sein. Oder, wenn man auf das „smart grid“ („intelligentes Stromnetz“ im Sinne eines Speichers und anderer Komponenten) zu sprechen kommen möchte, dann könnte man die Einspeisung von Strom vom eigenen kleinen Balkonkraftwerk ins Stromnetz steuern; Man könnte auch sein E-Auto als eine zur Speicherung und Einspeisung von Strom sich abwechselnd füllende und leerende Komponente in dem „smart grid“ sehen.

Um in dieser Technologie, die immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, fit zu sein, muss sich ein Elektroniker mit verschiedenen „BUS“-Systemen auskennen, zum Beispiel mit „Profi-BUS“ für „Speicherprogrammierbare Steuerungen“ (SPS) oder, wie in der Schulung gezeigt, „KNX-BUS“. Den angehenden Elektronikern wurden bei der Schulung deshalb auch Übungen dazu gegeben, wie man solche Systeme steuert, z.B. zu programmieren, welcher Schalter das Licht über KNX-BUS angehen lässt. Zuvor waren die jungen Männer und Frauen von zwei Referenten unterschiedlicher Hersteller von smart technology in deren Produktpalette eingeführt worden.

Die Schulung, die in diesem Jahr zum ersten Mal für die Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik stattgefunden hat, wird wohl ab jetzt regelmäßig als eine weitere Vorbereitung auf die praktische Abschlussprüfung stattfinden.

Im Juni haben deshalb die Elektroniker-Klassen im zweiten Lehrjahr die Veranstaltung besucht, nachdem die Azubis im dritten Lehrjahr vorangegangen waren. Denn die Abschlussprüfung besteht im Theoretischen und im Praktischen aus zwei Teilen, wovon der eine schon im zweiten Lehrjahr ansteht.

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